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Literatur-Aktionen - Eine neue Rubrik aus Ihren Berichten

Wir stellen vor, welche literarischen Aktionen Autoren initiieren

Die aktuelle Situation auf dem Buchmarkt macht es für neue Autoren nicht leicht, sich zu etablieren. Zusätzlich zu den Werbemaßnahmen des eigenen Verlages ist es oft sinnvoll, selbst aktiv zu werden und sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Eine Lesung oder multimediale Buchpräsentation, die Organisation einer Literaturveranstaltung, der Aufruf zu einem Literaturwettbewerb oder die Initiierung einer karitativen Aktion weckt oft auch das Interesse am schriftstellerischen Werk.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Autoren vor, die durch selbstinitiierte Literatur-Aktionen bekannt(er) geworden sind und machmal auch noch für einen guten Zweck tätig waren:

Michaela Brauner-Zurmöhle:
Lesewiese für Kinder

Als die Kinderbuchautorin, Krankenschwester und Mutter Michaela Brauner-Zurmöhle im Herbst 2008 eine Lesung für Kinder zum Thema Lieblingsbücher in der Bücherei Hürth-Gleuel, in der sie ehrenamtlich tätig ist, plant, schaltet sich auch das Lokalradio ein und schickt eine Moderatorin vorbei, die von der Lesewiese, auf der die Kinder aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen, berichtet. Mehr dazu unter www.radioerft.de

Michaela Brauner-Zurmöhle schreibt nicht nur Kinderbücher wie „Sarah Gänselblümchens kleines Pflasterdiplom“ oder „Pepperoni Marmeloni der kleine Strandkobold“, sondern bietet auch Workshops für Kinder an, in denen sie den kreativen Umgang mit Büchern üben können. Außerdem gibt sie Erste-Hilfe-Kurse für Kinder, veranstaltet Lesungen aus ihren eigenen Büchern und denkt sich immer wieder Aktionen rund um das Thema Buch aus.

Foto: Autorin Michaela Brauner-Zurmöhle

Teresa Bierbaum:
Marathonbuch für Hilfsorganisation Plan

Im Jahr 2006 lief die damals 63-Jährige in Berlin ihren ersten Marathon. Diese Lebenserfahrung hielt sie später in ihrem Buch «Corre Abuelita. Berlin no sólo para Maratonianos» fest. Aus Liebe zur spanischen Sprache schrieb die ehemalige Stewardess ihren Erfahrungsbericht auf Spanisch, der auch für Lerner der Sprache leicht zu lesen ist. Da Teresa Bierbaum auch Stadtführerin in Berlin ist, erklärt sie die Marathonstrecke professionell wie eine City-Tour.

Der Erlös dieses ungewöhnlichen Marathonbuches, in dem die Autorin Anekdoten rund ums Laufen und Erlebnisse von der Strecke erzählt, geht an die Hilfsorganisation Plan-International. Damit werden arme Kinder in Kolumbien unterstützt. Teresa Bierbaum hat schon Lesungen in einer Sprachschule auf Fuerteventura und auf Lanzarote gehalten und plant weitere Lesungen in Deutschland und Spanien.

Foto Autorin Teresa Bierbaum

Ray Wilkins:
Lesung mit spiritueller Akustik-Musik

„Das Mädchen mit den neun Zehen“ ist eine Geschichte über persönliches Wachstum, über die Suche nach dem wahren Sinn des Lebens. Der gestresste und ausgebrannte Politiker John Macmilan begegnet dem Mädchen mit den neun Zehen, das ihn lehrt, mit seinen Gefühlen und Emotionen in Kontakt zu treten und sich selbst ernst zu nehmen.

Der Autor Ray Wilkins schreibt nicht nur Bücher, sondern auch Songtexte, insbesondere für das Duo „Unikat“. Er ist ein Mann, der viel gereist ist, einiges erlebt hat und seinen Berufungen folgt, indem er auf sein Herz hört. Mehr dazu erzählte er bei einer Lesung im belgischen St. Vith (5 km von der deutschen Grenze), bei der ihn auch das Duo „Unikat“ mit spiritueller Musik begleitete.

Foto: Autor Ray Wilkins

Homepage des Autors: www.thebarefootschool.com

Andrea von Michler-Sloboda:
Promi-Kochbuch für die Unterstützung von UNICEF

Ein Fernsehbericht über hungernde und notleidende Kinder war für die in München lebende Autorin Andrea von Michler-Sloboda der Auslöser, ein Buch zu veröffentlichen, mit dessen Erlös sie UNICEF-Projekte unterstützen kann. Es sollte ein ganz besonderes Kochbuch werden, für das sie nicht nur Prominente wie Peter Alexander, Chris Norman und Bonnie Tyler nach ihren Lieblingsrezepten fragte, sondern in dem auch königliche Hoheiten wie das niederländische und norwegische Prinzenpaar ihr Hochzeitsmenü verrieten.

Möglichst viele Leser und Hobbyköche zu erreichen, um viel Geld für Kinderhilfsprojekte der UNICEF auf der ganzen Welt zu sammeln, ist das erklärte Ziel von Andrea von Michler-Sloboda. Ein Euro eines jeden verkauften Buches geht an die UNICEF. Geplant ist außerdem die Versteigerung eines Exemplars für die Aktion „Deine Stimme gegen Armut“.

Foto: Autorin Andrea von Michler-Sloboda
Homepage der Autorin: www.promi-kochbuch.de

Constanze H. E. Köpp:
Spendenaktion für das Kinderhospiz Mitteldeutschland

„Wenn die Erde ein Kind verliert, gewinnt der Himmel einen Engel“ – dieser Gedanke inspirierte Constanze Köpp, freie Autorin aus Hamburg, eine Geschichte über die ungewöhnliche, letzte Reise eines 15-jährigen Mädchens zu schreiben. Die Erzählung „Frannys Weg – Willkommen im Himmel“ beschäftigt sich mit dem Thema „sterbendes Kind“ und Fragen über das Leben, das Sterben, die Familie und Gott. Constanze Köpp hat mit dieser Geschichte ihre eigene Angst vor dem Tod verarbeitet und widmet dieses Buch allen Kindern, die sterben müssen, und deren Angehörigen. Foto: Autorin Konstanze Köpp

Mit „Frannys Weg“ möchte die 37-jährige Autorin und Mutter nicht nur Mut machen und Trost spenden, sondern vor allem auch helfen: Sie hat eine Spendenaktion für die Kinderhospize Mitteldeutschland und Allgäu ins Leben gerufen. Von jedem Buch, das über das Hospiz Mitteldeutschland bestellt wird, geht ein Euro in die Spendenkasse. Das Kinderhospiz Allgäu bietet „Frannys Weg“ und das dazugehörige Hörbuch auf seinem geplanten Sommerfest an. An diesem speziellen Tag geht sogar 1,50 Euro je Buch auf das Spendenkonto des Hospizes.

Zur Spendenaktion des Kinderhospizes:
www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de/Charity-Artikel.84.0.html
Homepage der Autorin: www.willkommen-im-himmel.de

Peter Scholle:
Eine literarische und musikalische Reise ins Land der Träume

„Samuel der Sternstundensammler“. „Das ist eine Geschichte über echte Freundschaft, den Wahnsinn unserer Zeit und die Liebe zur Musik und dem Leben selbst“.
Der Autor Peter Scholle verdient seinen Lebensunterhalt als Gärtner bei der Stadt Bad Lippspringe. In seiner Freizeit hat er für seine Freunde und Bekannten schon immer Geschichten geschrieben.

„Samuel der Sternstundensammler“ ist seine neueste Erzählung und die erste, die er im Eigenverlag publiziert hat. Das Besondere an Scholles Werk ist die Kombination von Text und Musik. Peter Scholle ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch leidenschaftlicher Musiker. So kam ihm die Idee, seine Erzählung musikalisch vertonen zu lassen. Zusammen mit seinem Freund Jörg Wernekenschnieder komponierte er zwölf Lieder, die das Motto der Erzählung wiedergeben: „Sei mutig, gehe den Weg des Herzens und lebe deinen Traum…“. Die Songs liegen dem Buch als CD bei und sollen den Leser in die entsprechende Stimmung versetzen.

Diese außergewöhnliche Verbindung von Literatur und Musik bietet Peter Scholle auch den Zuschauern seiner Buchpräsentationen. Regelmäßig steht er im Kreise von 18 Musikern auf der Bühne und nimmt sie mit auf eine Reise in das Land der Träume.

Homepage von Peter Scholle: www.peterscholle.de

 

Johannes Münninghoff:
Lesung und Fotoausstellung „Über Sterben und Tod“

„Sterbebegleitung“, „Erinnerung“ und „Noch lebe ich“ lauten die Titel im Gedichtband „Über Sterben und Tod“ von Johannesspricht. „Der letzte Weg“, „Grablicht im Wald“, „Perückenhalter“ heißen die dazugehörigen Fotos von Nadine Stange.
Johannesspricht, der mit bürgerlichem Namen Johannes Münninghoff heißt, hat Anfang 2006 seinen ersten Gedichtband veröffentlicht. Mit dem Buch möchte der Hospizhelfer die erlebten Eindrücke im täglichen Umgang mit Krankheit und Tod verarbeiten. Viel wichtiger ist ihm jedoch, die Tabuthemen Sterben und Tod, die zunehmend aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden, wieder in die breite Öffentlichkeit zu bringen. Schließlich helfe die Konfrontation mit dem Sterben den Menschen, mit der Trauer und dem Verlust umzugehen. Und damit möglichst viele Menschen seine Gedichte lesen und von seinen Erfahrungen profitieren können, hat sich Münninghoff etwas ganz Besonders einfallen lassen. Jedes seiner Gedichte wird durch ein Schwarz-Weiß-Foto von Nadine Stange ergänzt, die er in einem Forum für von Krankheit und Tod Betroffene kennen lernte. Interessierte können sich die Gedichte und Fotos jedoch nicht nur im Buch anschauen, sondern auch in der gleichnamigen Ausstellung, die üblicherweise mit einer Lesung von Münninghoff eröffnet wird. Diese wurde bisher achtmal gezeigt, in Bestattungsunternehmen, Kliniken sowie Hospizgruppen und stieß dabei jedes Mal auf großes Interesse.

Homepage von Johannes Münninghoff: www.Johannesspricht.de

Foto: Autor: Johannesspricht
 

Marion Romana Glettner: Lesungen in themenverwandten Institutionen und Hörbuchproduktion

Die Bürofachkraft nimmt seit 1998 Austauschschüler in ihrer Wohnung auf. Ihr erstes Buch – „Freunde für immer – Einmal Bolivien und zurück“ – handelt von den Erfahrungen mit einem südamerikanischen Mädchen und ihrem anschließenden Besuch bei dessen Familie in Südamerika. Um ihren Reisebericht vorzustellen, hielt die Autorin Lesungen in Schulen und Austauschorganisationen. Für die Zukunft plant sie ferner eine Lesung im EineWeltHaus in München, einem interkulturellen Informations- und Projektzentrum. Da Marion Glettner zeitweilig bei einem regionalen Radiosender gearbeitet hat, konnte die Autorin überdies ihr Buch in einer Literatursendung vorstellen und im Sender als Hörbuch aufnehmen (das von Schulen kostenlos ausgeliehen werden kann). Marion Romana Glettner hat dank ihrer gezielten Präsentation viele Buchbestellungen erhalten: Schulen und Krankenkassen orderten „Freunde für immer“, um es als Werbegeschenk an Austauschschüler und Reisende weiterzugeben.

Foto: Autorin Marion Glettner
 
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Machen Sie mit!

Haben auch Sie literarische Aktionen ins Leben gerufen, die wir auf dieser Seite präsentieren sollten? Schreiben Sie uns eine E-mail, in der Sie sich vorstellen und darstellen, was Sie machen. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Machen Sie in der E-Mail bitte folgende Angaben:
  • Name und Adresse
  • Für welches literarische Genre interessieren Sie sich?
  • Haben Sie schon veröffentlicht?
  • Beschreiben Sie kurz, welche Literatur-Aktion oder literarische Aktivität Sie planen oder veranstaltet haben.

Senden Sie Ihre Email an: info(at)haus-der-literatur.de

 

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