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Gedichtwettbewerb für große Lyrikanthologie

Von Clemens Brentano zur Frankfurter Bibliothek

Lyrik aus der Mitte der Gesellschaft zu veröffentlichen, ist eine Idee, die in der Romantik geboren wurde. Ende des 18. Jahrhunderts begann die Literarische Romantik. Und es war der Philosoph und Dichter Johann Gottfried von Herder, der die Lyrik aus dem Geist des Volksliedes wieder belebte und im Jahr 1778/79 das Buch „Volkslieder“ veröffentlichte. Dies führte zu einer breiten Bewegung, die das Märchen, das Volksbuch und das Volkslied pflegte. Auf diesem geistigen Boden entstand dann auch im Jahr 1812/15 die berühmte Sammlung von Haus- und Kindermärchen der Gebrüder Grimm und schon 1806 die umfassende dreibändige Volksliedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von Clemens Brentano, die er mit dem befreundeten Achim von Arnim herausgab. Diese Strömung literarischen Schaffens in der Romantik, die Beschäftigung mit Volkslyrik und Volkslied huldigte der Idee der dichtenden Volksseele.

Dichtende Volksseele und lyrisches Schaffen heute

Wenn man auch heute nicht mehr von einer dichtenden Volksseele spricht, so gibt es doch zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein breites dichterisches Schaffen, das sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Nicht wenige Autoren, die sich der Dichtung verschrieben haben, versuchen ihr Werk als Buch zu veröffentlichen. Viele Dichter betreiben ihr intensives Schaffen im Privaten ohne großes Publikum. Andere wiederum werden gelegentlich zur Autorin oder zum Autor, um beispielsweise besondere Lebenssituationen in einem Gedicht zum Ausdruck zu bringen.

An die ganze Bandbreite und Vielfalt der Dichter wendet sich die Frankfurter Bibliothek. Sie ruft auf zu einem großen Gedichtwettbewerb. Alle Autoren, die Gedichte in deutscher Sprache schreiben, können sich mit einem Gedicht um Aufnahme in die große Lyrikanthologie bewerben. Die seit dem Jahr 2000 jährlich erscheinende Frankfurter Bibliothek ist der romantischen Idee verpflichtet und versucht die lyrische Kultur unserer Gesellschaft umfassend zu beschreiben. Der soziologische und wissenschaftliche Aspekt, der in der romantischen Idee von der dichtenden Volksseele enthalten ist und sich in den Bemühungen, Volkslyrik im Buch zu veröffentlichen, manifestierte, ist aktueller denn je. Die Gesellschaft spiegelt sich in der von ihr selbst hervorgebrachten Lyrik in ihrer ganzen Breite und Tiefe. Und gerade in der heutigen schnellebigen Mediengesellschaft hat das Projekt einer solchen Lyrikanthologie, die das dichterische Schaffen im Medium Buch publiziert und so der Nachwelt überliefert, besondere Bedeutung.

Folgen Sie diesem Link, um mehr über den Gedichtwettbewerb der Frankfurter Bibliothek zu erfahren und Ihr Gedicht einzusenden.

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