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Der sichere Weg zum ersten Buch - Das eigene Manuskript veröffentlichen
Über die verschiedenen Wege der Verlagssuche
Berühmte Bücher erscheinen in einem berühmten Verlag.
Ein großes Werk der Literatur wird von einem bekannten Verlagshaus
verlegt. So meint man zumindest. Die meisten von Ihnen werden „Die
Räuber“ von Friedrich von Schiller oder den „Götz
von Berlichingen“ von Johann Wolfgang von Goethe kennen. Viele
von Ihnen werden diese Meisterwerke deutscher Dichtung gelesen haben.
Die wenigsten aber werden wissen, wie die Manuskripte der beiden
Autoren ihren Weg in das gedruckte Buch gefunden haben. Sowohl Schiller
als auch Goethe finanzierten die Veröffentlichung ihres Buches
selbst. Sie hatten also nicht einen klassischen Verlag, der ihnen
das Buch publizierte, sondern die Nachwelt verdankt diese Werke der
Eigeninitiative der beiden berühmten Autoren.
Goethe und Schiller mit verlegerischer Eigeninitiative
Diese überraschende Tatsache verweist auf ein Problem, das der
noch unbekannte Autor aus der eigenen Erfahrung nur zur Genüge
kennt. Die Mühen und Freuden des Schreibens liegen hinter ihm.
Der eigene Roman, die Gedicht-Sammlung oder der Essay-Band ist fertig
gestellt. Von befreundeten Autoren und Bekannten hat man Zuspruch
erhalten. Wie aber nun den Weg in das Regal des Buchhandels finden?
Das Manuskript ist vielfach verschickt worden, die Absageschreiben
der Verlage füllen bald einen Aktenordner. Dem Autor wird bewusst,
was Goethe und Schiller schon vor über 200 Jahren erfahren mussten: "Die
Zerstreuung eines Buches durch die Welt ist ein fast ebenso schwieriges
Werk als die Verfertigung desselben" (Schiller). Das eigene
Werk zu publizieren, war schon immer ein schwieriges Unterfangen,
das Problem mag sich nur noch verschärft haben in der Gegenwart.
Jenseits des steinigen Weges über die Verlagskonzerne bieten
sich den neuen Autoren heute aber vielfältige Möglichkeiten,
Fuß im Buchmarkt zu fassen. Neue Dienstleistungen setzen auf
die Eigeninitiative des Schriftsteller-Debütanten: Selbstverlag,
Books on Demand und Dienstleistungsverlag sind Wege zum gedruckten
Buch.
Dienstleistungsverlag
Entscheidet sich der Autor für einen Dienstleistungsverlag,
so begleitet ihn der Verlag mit seinem Fachwissen in allen Schritten.
Die Autorin oder der Autor erhält Lektorierung und Gestaltung
der Bücher, der Herstellungsprozess wird übernommen.
Die Publikationskosten stellen eine im Einzelfall personalintensive
Betreuung des Buchprojektes in Vertrieb und Werbung sowie eine langjährige
Verfügbarkeit sicher, auch wenn sich das Buch erst allmählich
am Markt durchsetzt.
Ist das Buch gedruckt, erhält der Autor seine Freiexemplare,
und der Verlag kümmert sich um Lesungsmöglichkeiten, Buchmessenauftritte,
Pressearbeit usw. Gerade dieser Abschnitt des Weges, den das literarische
Werk vom Schreibtisch des Schriftstellers in die Bücherregale
des Lesers gehen muss, ist einerseits so wichtig für den
Verkaufserfolg und andererseits so herausfordernd, wollte ihn der
Autor alleine begehen. In diesem Punkt muss der Autor auch genau
prüfen,
welche Leistungen angeboten werden. Kann
der Autor diese Arbeit der Kompetenz des Verlages überlassen,
so hat er auch nach
Erscheinen
seines
Buches Zeit für das, was er am besten kann: zum Schreiben.
Informationen der Frankfurter
Dienstleistungsverlage August-Goethe-Literaturverlag und Frankfurter
Literaturverlag finden
Sie hier.
Selbstverlag
In den Zeiten von Ich-AG und Kleinunternehmertum mag auch der Autor
an eine Unternehmensgründung denken: Ein Selbstverlag wird
gegründet, der das eigene Manuskript herausbringt. Vom Zeitpunkt
der Veröffentlichung, über Gestaltung des Buches bis
hin zu Werbemaßnahmen liegt nun alles unter Kontrolle des
Schriftsteller-Verlegers. Die Reihe von Arbeitsschritten, die
zwischen Manuskript und fertigem Buch im Regal des Handels liegen,
ist allerdings lang: Kalkulation, Lektorat, grafische Gestaltung
von Buch und Cover, Erstellen von druckfertigen Vorlagen, Auswahl
der besten (preiswertesten) Angebote der Druckereien und Buchbindereien,
Druckabnahme, Vertrieb des Buches, Marketing und Werbung und
auch die kaufmännische Abwicklung müssen bewältigt
werden.
Mag der gestalterische Prozess bis zum fertig gedruckten Buch
neben viel Arbeit eine kreative Herausforderung für den Autor
sein, so stellen Vertrieb und Werbung ein echtes Hindernis dar. Bücher
der Verlage werden nicht alleine aufgrund ihrer literarischen Qualität
zum Bestseller, sondern weil starke Vertriebs- und Werbeabteilungen
das Buch bekannt machen. Dem Schriftsteller-Verleger nützt es
wenig, wenn die Palette seiner frisch gedruckten Bücher lediglich
im Keller liegt. Hier ist der Geschäftsmann im Schriftsteller
gefragt. Entscheidet sich der Autor für den Weg des Selbstverlages,
so wird er einen großen Teil seiner literarischen Tätigkeit
verlegerischen Dingen, wie Rechnungschreiben, Buchhaltung, Mahnwesen,
Steuererklärungen etc. widmen müssen, die er nicht mehr
zum Schreiben zur Verfügung hat. Für die Unternehmensgründung
ist auch ein beträchtlicher Betrag an Eigenkapital notwendig.
Books on Demand
Wählt der Autor den Weg über Books on Demand, so hat
er, ebenso wie der Selbstverleger, die Tätigkeiten bis zu
den Druckvorlagen selbst zu verantworten. Der Dienstanbieter übernimmt
den Druck einiger Exemplare zur Ansicht und das Weiterdrucken nach
Bestelleingang.
Der Autor spart sich die Suche nach Druckereien und Buchbindereien
und die Überwachung des Produktionsprozesses und muss erheblich
weniger Kapital aufbringen als der Selbstverleger. Das so publizierte
Buch wird in eine Liste bestellbarer Bücher aufgenommen,
Vertriebs- und Marketingmaßnahmen aber obliegen wie im Selbstverlag
meist dem Autor. Und somit auch die Verantwortung für den
Verkaufserfolg.
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